ausstellungen 

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Songwen Sun-von Berg:
Nature blues
 

Tuschemalerei

22.10. – 01.12.2022
 

Kai Uwe Schierz

Auszug aus der Rede zur Eröffnung/22.10.2022

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Songwen Sun-von Berg ist in China aufgewachsen und hat schon als Kind die Kunst der traditionellen chinesischen Kalligraphie erlernt. Als sie 1991 nach Berlin kam, lernte sie ihre Heimat, ihre Kultur,gleichsam noch einmal kennen, aus der Ferne und der Distanz wissenschaftlicher Studien im Fach Sinologie. Ihre Neugier führte sie aber auch zu den künstlerischen Traditionen ihrer Wahlheimat,insbesondere zur Klassischen Moderne und der Kunst der Nachkriegszeit, zur ungegenständlichen,informellen Malerei. Seit vielen Jahren verarbeitet sie bewusst „östliche“ und „westliche“ Elemente in ihrer Kunst, weil sie der Auffassung ist, dass sie in vielerlei Hinsicht einander ähneln. In Korrespondenz zur Leibnitzschen Monadenlehre sieht sie beispielsweise einen poetisch-philosophischen Satz im Buch Daodejing des Laozi: „Das Dao gebiert die Eins. Die Eins gebiert die Zwei. Die Zwei gebiert die Drei. Die Drei gebiert die ‚zehntausend Dinge‘.“ Wobei „zehntausend Dinge“ als poetische Formulierung für die Gesamtheit der Welterscheinungen steht. Auch mit Bezug auf diese zentrale Schrift des Daoismus könne man sagen: Alles geht auf eines zurück, geht aus diesem Einen hervor. ...

Heinz Trökes:
durch Länder und Kontinente

Malerei und Grafik aus den 50er bis 80er Jahren

10.09. – 20.10.2022
 

Heinz Trökes (1913 – 1997)

Ich reise gerne und natürlich nicht mit Scheuklappen vor den Augen. Aber was ich sehe, sinkt runter in den Keller. Und dann fährt man, bewußt oder unbewußt, mit dem Fahrstuhl in sich selber runter und rauf und zitiert das Gesehene, oft nur in vagen Umrissen, hoch. Stimulantien, um malen zu können, brauche ich nicht. Es ist derselbe lmpuls wie im Wasserhahn, an einer Wasserleitung, wo der Wasserdruck drin ist: dreh ich den Wasserhahn auf, kommt es raus. Das ist der lmpuls. Es müßte einen Wasserhahnismus geben, ich möchte dazu gehören. Aber all diese Kategorisierungen, Etikettierungen und Schubladen halte ich für eine mir unerträgliche Beschränkung und Einengung.

Heinz Trökes, zitiert aus dem Ausstellungskatalog der Galerie Christoph Dürr, München 1977.

Link zum Trökes-Archiv

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Vorankündigung:

Hans-Peter Mader 

 

Skulptur und Objekt - Keramik 

Eröffnung am Samstag, dem 03.12. um 18.00 Uhr

Laudatio: Cornelia Nowak, Kuratorin Kunstmuseen Erfurt

 

es erscheint ein Katalog