Barbara toch

 
 

...„Netz-Haut“ meint nicht ausschließlich den Ort an dem die Verarbeitung und Weiterleitung des Gesehenen erfolgt, sondern benennt gleichzeitig die für die Künstlerin seit Ende der 90er Jahre wichtig gewordene Formfindung in ihrem Werk.

Grundlage und zugleich wichtigstes Element dieser Werkphase wurde die Linie. In besonders magischer Dinglichkeit sind Linienvernetzungen und -bündelungen mit äußerster Plastizität und Materialität wiedergegeben. Charakteristikum dieser Periode waren das verwebt Umhüllende und netzartig Eingesponnene.

Die entstandenen Verflechtungen, mit ihrer geheimnisvollen Gegenwart, verstehen sich aber keineswegs als Schutzräume, sondern es sind Orte des Ungesehenen, Verborgenen.

Antrieb der künstlerischen Intention von Barbara Toch ist die Wirklichkeit.

Gleichsam dem Dix’schen Credo „Trau Deinen Augen“ führte sie dieser Weg zur Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst und zu den tonangebenden Lehrerfiguren Tübke und Mattheuer. ...

                                                                                                                                                        Astrid Lindinger

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